Karlsborg und schlechtes Wetter

Heute ist Helmut wieder nach Hause gefahren. 

Das Wetter ist sehr wechselhaft. Sonne wechselt mit Wolkenbrüchen.

Der Wind frischt bis 7 Bft auf. Aber ich liege sicher und bin auch nicht bereit für ein paar Stunden Spaß beim Segeln meinen Liegeplatz aufzugeben.

Dafür habe ich einen neuen Gast an Bord. Ich habe meine eigene Bordente. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ich Taufe sie Braten 😂😂

Naja, morgen ist dann Waschtag. Ist auch mal nötig.

Heute ist Halbzeit auf dem Götakanal

Nachdem ich gestern den höchsten Punkt , nach spektakulär engen Kanalpassagen und der letzten von Hand betriebenen Schleuse am Ende des Vikensees erreicht habe, liege ich nun am Eingang zum Vätternsee in Karlsborg.

Morgen werde ich mit Helmut nochmal eine kleine Segeltour über den See machen. Mal sehen ob wir nach all den Motorstunden noch segeln können. Dann Tanken. Und am Freitag von Helmut verabschieden.

War ein echte Bereicherung mit Helmut. Er  ist ein gutes Bespiel wie man durch ein aktives Leben auch im Alter noch fit bleibt. Nicht ohne Grund belegte er wohl mit 56 Jahren noch den 6. Platz bei den Weltmeisterschaften im 470er.

Damit habe ich mal 2-3 Tage für mich und Kallsup in trauter Zweisamkeit. Danach nehme ich meinen Freund Lutz an Bord und wir beginnen mit dem Abwärtsschleusen nach Mem.

Abwärts wird sicher weniger anstrengend und wie ich hörte auch noch interessanter was die Natur und Kanal angeht.

Ich kann aber schon jetzt sagen „ich bereue die Entscheidung den Götakanal zu fahren nicht und diese Tour nur jedem Seemann empfehlen 

Von Lyrestad nach Töraboda

Ich weiß nicht wie ich das erklären soll aber irgendwie ist jeder weiterer Tag eine Steigerung der Erlebnisse und Emotionen.

Ich hatte heute morgen nun mit Helmut den ( schlechten 😂 ) Deal gemacht, dass ich heute die Leinen in den Schleusen führe und er Kallsup steuert.

Trotz der 11 Schleusen bin ich nun zwar etwas müde aber rundum glücklich.

Ich bin gefühlt 30 mal von Bord gegangen habe die beiden Festmacher die Schleusen hochgetragen, festgemacht, verholt und wieder an Bord gegangen. Dazwischen noch 4-5 An- und Ablegemanöver an Wartestegen und vor Brücken. Zuletzt in Töraboda angelegt, festgestellt, dass an unserem Steg kein Strom ist und nochmal umgelegt. Kurz wir haben uns das Anlegebier heute mehr als verdient.

Außerdem haben wir wieder eine Gasflasche bekommen und können morgen wieder mit Kaffee frühstücken.

Der Tag wag komplett gelungen, von all den tollen Eindrücken auf Fahrt in der traumhaften Landschaft ganz zu schweigen. 

Von Sjötorp nach Lyrestad

Heute Morgen kam nun mein neuer Begleiter Helmut aufs Boot

Nachdem wir die Kallsup wieder mit allem lebenswichtigem voll gebunkert haben und es erst 12:00 Uhr war haben wir kurzerhand entschieden noch etwas auf dem Kanal zu fahren.

Es ist unglaublich was man in 3 Stunden und gerade mal 3 nm alles erlebt. Neben 7 Schleusen und 3 Brücken haben wir zwei Boote mit Motorschaden gesehen, die geschleppt wurden. 

Außerdem ist es schon ein irres Erlebnis wenn man mit dem Boot fast durch den Garten der am Kanal liegenden Häuser fährt. Man beobachtet und wird beobachtet. Spaziergänger, Radfahrer, Sonnenanbeter, Menschen auf ihren Terrassen, Kinder beim Spielen und und und. Alles in etwa 5 – 10 Meter Entfernung zum Boot.

Am Ende noch ein gelungenes Anlegemanöver. Längsseits bei auflandigem  Wind in eine Lücke zwischen zwei Booten von 10 Meter ( Kallsup hat 9,30 Meter ) . Ich musste sogar die Nationalflagge Achtern herausnehmen um sie nicht abzubrechen.

Aber nun ist alles schick. Wir 3 Meter bis zum Landstrom und 6 Meter bis zur Dusche.

Ich freue mich auf morgen.

Von Otterbäcken nach Sjötorp

Mit ganz leichtem Wind heute extrem entspannt nach Sjötorp gesegelt. Auf raumen Kurs macht Kallsup bei 1 Bft 2-3 Knoten. 

Die ersten 3 Schleusen des Götakanals haben wir dank des hübschen Servicepersonals 😂 perfekt gemeistert. 

Nun liegen wir bei Sonnenschein im Hafen und warten auf den Crewwechsel.